Der Einsatz verschiedener Pads im Therapeutischen Reiten in Bezug auf ihre Verwendung bei Reitern mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen

Katja Lipp-Röben und Sibylle Wiemer stellen im Folgenden verschiedene Kombinationsmöglichkeiten Gurt und Pad vor.

Auch hierbei sind wir dankbar für Anregungen und andere Ideen oder Fabrikate, sollten Sie aus #Ihren Praxiserfahrungen heraus etwas ergänzen wollen, senden Sie bitte eine Email an s-wiemer@web.de

Bitte senden Sie Text und Fotos seperat in getrennten Anhänge - danke.

Pads und Unterlagen:

 In vielen Fällen ist die Wahl des Pads sehr wichtig. Der Schutz des Pferderückens und der Sitzkomfort (Rutschfestigkeit, Polster) des Reiters finden hierbei Berücksichtigung.

Dieses handelsübliche Pad kostet ca. 70 €. Der Sitz ist weich gepolstert und der rutschfeste Stoff (Wildlederimitat) bietet guten Halt. Es ist maschinenwaschbar.
Wir haben gute Erfahrungen in Kombination mit dem erstgenannten Therapiegurt gemacht. Dieses Pad liegt sehr fest auf dem Pferd, es rutscht am wenigsten seitwärts.

Dieses Pad (Grandeur) ist eigentlich für Wanderreitsättel hergestellt. Zweckentfremdet ist es sehr beliebt. Die Oberfläche ist rutschfest, das Polster ist eine Art Filz. Bei kleinen Kinder ist dieses Pad vorteilhaft, dass es seitlich nicht so lang ist.

Dieses Pad kommt aus dem Westernreitsport.

Das Material ist sehr weich, stoßdämpfend und abwaschbar. Erwachsene Reiter mögen es besonders gern, vor allem die mit Rückenproblemen („Reiten als Gesundheitssport“).

  Durch Öffnungen an der Mittellinie schwitzen die Pferde weniger.

 

Dieses Pad ist ursprünglich mit dem Therapiegurt geliefert worden.

Die Sitzfläche ist durch Einlagen gepolstert, zum Waschen können diese entfernt werden.
Nach unseren Erfahrungen ist dieses Pad für Klienten ohne Reithose mit Gleichgewichtsproblemen zu rutschig.
  

Dieses Fellimitat - Pad ist häufig im Einsatz – zum Wohlfühlen, Einkuscheln und Polstern. Im Winter benutzen wir zusätzlich ein echtes Lammfell als Sitzunterlage, weil es deutlich wärmer ist. Wenn wir diese Wirkung noch verstärken wollen, legen wir eine Decke von Back on Track auf, deren Eigenart es ist, die körpereigene Wärme zu reflektieren. Das ist besonders für Klienten mit MS oder Spastik sehr angenehm. (oder für Pferde mit Rückenschmerzen) vgl. http://www.backontrack.ch/de/index.cfm  

Unermüdlich – typisch in der Therapie und zweckentfremdet sind diese Westernpads aus Kodelmaterial.
Bei diesen Pads ist dessen Lage beim Angurten sehr zu beachten. Aus unserer Erfahrung sollte es nicht wie unter einem Westernsattel, sondern deutlich weiter vorne platziert werden, so dass die Vorderkante ungefähr beim Axthieb liegt. Sonst rutscht es unter dem Gurt nach hinten.

Dieses abgebildete Pad ist 16 Jahre bei uns im Einsatz, wird in jedem Sommer einmal gewaschen – und tut vielseitig seine Dienste.